Silbersee Hockweiler
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Geologie

Die Gemeinde Hockweiler liegt oberhalb der höchsten bis nach Irsch und Kernscheid reichenden pleistozänen Moselterrassen fast vollständig im Bereich des devonischen Hunsrückschiefers (Altlayer Schichten).

Einzige Ausnahme ist ein Diabasgang südwestlich des Ortes, dem der heutige Silbersee durch den Abbau des Gesteins und die Verwendung als Straßenbaumaterial seine Entstehung verdankt. Westlich des Silbersees sind zwei weitere kleine Diabasvorkommen bekannt.

Der von seiner Entstehung dem Basalt ähnliche Diabas ist ein durch Aufsteigen und Verfestigen von Magma aus tieferen Schichten entstandenes Ergussgestein, das jedoch durch weitere Umwandlungsprozesse (Metamorphose) verändert wurde. Er ist von gröberer Kristallstruktur als der Basalt und erscheint oft grünlich, weshalb er auch Grünstein genannt wird.

Ältere Bewohner des Ortes können sich noch an die Felskuppe erinnern, die aufgrund der größeren Verwitterungsresistenz des Diabas' aus dem umgebenden Wald herausragte und ihm den Namen "Felswäldchen" gab, der noch heute als Flurname erhalten ist. Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gestein in kleinem Umfang abgebaut und lokal zum Hausbau verwendet, da es stabiler als der Schiefer ist und sich leichter bearbeiten läßt. Einige ältere Häuser in Hockweiler zeugen bis heute von der Herkunft ihres Baumaterials.

Durch den Abbau des Diabas' entstand von Mitte der Fünfziger bis Mitte der Siebziger Jahre die heutige Form des Steinbruchs mit den steilen und durch die Härte des Gesteins stabilen Felswänden. Lediglich die nordwestliche Wand brach bei einer Hangrutschung um 1980 ein und es entstand die heutige schroffe Felsenlandschaft in diesem Bereich.

Die Bergbaugeschichte von Hockweiler reicht jedoch noch weiter zurück: Bereits im 19. Jh. wurde in mehreren Gruben (u.a. Erzgrube Bischofsheim westlich des Sees) von bis zu 300 Bergleuten Blei, Kupfer, Pyrit und Zink abgebaut. Diese Stollen sind heute mit Gittern verschlossen und ein wichtiger Rückzugsbereich für Fledermäuse.

 

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